Archiv März 2007

Friedrich August von Hayek

180px-fvonhayek.jpg

Heute vor 15 Jahren starb Friedrich August von Hayek (1899 - 1992) einer der bedeutendsten Theoretiker des Liberalismus.
Im Februar 1981 sprach Wirtschaftswoche-Redakteur Stefan Baron mit dem Nobelpreisträger über die Probleme des Sozialstaats.

Das Interview ist heute noch so aktuell wie vor 26 Jahren.

Weiterlesen: "Friedrich August von Hayek" »

Milarepa

milarepa.jpg

Es lebte einmal vor langer, langer Zeit in einem fernen Land ein großer tibetischer Dichter namens Milarepa, der jahrzehntelang studierte und meditierte. Er zog über das Land und lehrte die Dorfbewohner, denen er begegnete, sich in Barmherzigkeit und Mitgefühl zu. üben. Er musste viele Beschwerlichkeiten, Schwierigkeiten und großes Leid erdulden - all dies verwandelte er in seinen Pfad des Erwachens.
Endlich war die Zeit gekommen, da er zu der kleinen Hütte zurückkehrte, die er sein Heim nannte. Während all der Jahre seiner Reise hatte er die Erinnerung an sie im Herzen getragen. Als er jedoch in die Hütte eintrat, war sie mit Feinden aller Art angefüllt. Mit schrecklichen, furchterregenden, ungeheuerlichen Dämonen, vor denen jedermann schleunigst Reißaus genommen hätte. Aber Milarepa war nicht jedermann.
Er atmete dreimal langsam ein und aus und wandte sich den Dämonen zu, völlig gegenwärtig und bewusst. Er blickte jedem von ihnen tief in die Augen, verneigte sich respektvoll und sprach: „Ihr seid jetzt hier in meiner Hütte. Ich erweise euch Ehrerbietung und bin offen für das, was ihr mich zu lehren habt. "
Kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, waren alle Feinde bis auf fünf an der Zahl verschwunden. Diese, die übriggeblieben waren, waren schauerliche, wüste, riesengroße Ungeheuer. Milarepa verneigte sich aufs Neue und begann, ihnen ein Lied vorzusingen, eine süße Melodie, in welcher Liebe schwang für die mannigfachen Weisen, in denen diese Ungeheuer Leid erfahren hatten, und Wissbegier in Bezug auf das, was ihnen ermangelte und wie er ihnen helfen könnte. Als die letzten Töne seinen Lippen entwichen, lösten die Dämonen sich in Luft auf
Nun blieb nur noch eines der garstigen Geschöpfe übrig; seine Reißzähne troffen von Unheil, aus den Nasenlöchern loderten Flammen, und sein aufgerissenes Maul ließ einen in einen dunklen, übelriechenden schwarzen Schlund schauen. Milarepa trat näher an diesen riesigen Dämon heran, atmete tief in den Bauch und sagte mit ruhigem Mitgefühl: „Ich muss lernen, dein Leiden zu verstehen und zu wissen, was du zu deiner Heilung brauchst." Darauf legte er seinen Kopf in das Maul dieses Feindes. In diesem Augenblick verschwand der Dämon, und Milarepa war endlich zu Hause angekommen.